Email-Marketing – Die Vor- & Nachteile

3. Mai 2020
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Wie bei jedem Online Marketing Kanal stellt sich zu Beginn für jeden Unternehmer die Frage: Lohnt es sich in diesen Kanal zu investieren? Und dabei sprechen wir nicht nur von Geldinvestitionen. Denn die sind im Vergleich zu den meisten anderen Online Marketing Kanälen beim Email-Marketing tatsächlich sehr überschaubar. Du kannst sogar mit den meisten Tools erst einmal kostenlos starten und selbst die bezahlten Pakete sind nicht übermäßig teuer. Viel eher kostet es dich aber eine nicht zu unterschätzenden Menge an Zeit und Energie, dein Email-Marketing in Gang zu bringen und langfristig am Laufen zu halten. Da macht es doch Sinn, sich einmal die Vor- und auch Nachteile genau anzuschauen. Und genau das machen wir heute für dich, wobei wir uns auf die aus unserer Sicht je 3 wichtigsten konzentrieren:

Email-Marketing-Vorteil #1: Kosteneffizienz

Wie bereits erwähnt, ist Email ein sehr kosteneffizienter Kanal, um mit deinen Kunden und potenziellen Kunden zu kommunizieren. Hast du es einmal geschafft, dass dir die Email-Adresse anvertraut wird, kannst du sie immer wieder anschreiben und musst nicht direkt für den Kontakt bezahlen. Natürlich solltest du es nicht übertreiben, schließlich können sich deine Kunden jederzeit wieder aus deiner Mailingliste austragen, aber wenn du gute Inhalte mit Mehrwert verbreitest sind die Abmelderaten in der Regel sehr gering.
Das führt übrigens dazu, dass der Return on Investment (ROI) im Email-Marketing unglaublich hoch ist. Laut einer Studie sogar durchschnittlich bei 3.800%. Das bedeutet jeder eingesetzte Euro spielt 38€ ein (Quelle).

Email-Marketing-Vorteil #2: Unabhängigkeit

Man könnte auch sagen: Deine Email-Listen gehören dir. Mag auf den ersten Blick gar nicht so relevant erscheinen aber stell dir mal einen kurzen Moment lang vor, was passiert, wenn Facebook in Zukunft entscheidet, dass es Unternehmensprofile nur noch gegen Gebühren gibt? Oder deine Gruppe ohne ersichtlichen Grund sperrt? Das ist uns übrigens auch schonmal passiert und Facebook konnte uns bis heute keinen Grund nennen, warum sie das gemacht haben. Oder wenn Google nun noch mehr Werbung vor den organischen Suchergebnissen zeigt und der Wettbewerbsdruck in Google Ads so stark steigt, dass Gründer gar nicht mehr mithalten können? Dann wird dein Leben sehr viel entspannter sein, wenn du bereits eine eigene Email-Liste und damit deine eigene Community aufgebaut hast. Die kann dir so schnell niemand wegnehmen, vorausgesetzt natürlich, dass du auf legalem Weg unter Berücksichtigung der DSGVO an die Email-Adressen gekommen bist.

Email-Marketing-Vorteil #3: Beständigkeit

Soziale Netzwerke kommen und gehen. Denke nur mal an Studi VZ oder Google+. Unsere Email-Adressen hingegen bleiben. Ein Großteil von uns nutzt seine Mailadresse bereits 10 Jahre oder länger (Quelle). Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch deinem Email-Verteiler eine ganze Weile treu bleiben, wenn du es schaffst Emails mit Mehrwert für deine Abonnenten zu verschicken.

Email-Marketing-Nachteil #1: Aufwand

Wenn du denkst, du kannst Email-Marketing nebenbei machen, dann solltest du dir ernsthaft überlegen, ob du überhaupt damit anfangen solltest. Gutes Email-Marketing kommt in keinem Fall ohne eine durchdachte Content-Planung aus, die genau auf deinen Wunschkunden zugeschnitten ist. Einen Vorteil hat natürlich jeder, der regelmäßig Inhalte publiziert und diese beispielsweise in einem wöchentlichen Newsletter für seine Community zusammenfassen kann. Aber auch dafür musst du dir natürlich Zeit nehmen und darfst eine ordentliche Portion Leidenschaft mitbringen.

Darüber hinaus ist es gar nicht so trivial eine Email an den Start zu bringen, wie man vielleicht denkt. Also eine Email, die alle wichtigen Infos enthält, gut gestaltet ist und darüber hinaus auch noch in jedem Email-Client und auf jedem Gerät sauber dargestellt wird kann ganz schön nervenaufreibend sein. Denn auch wenn alle Emailanbieter eine Vielzahl vorgefertigter Templates anbieten und man zum Glück nicht selbst den HTML & CSS Code schreiben muss, können einen schon kleine Änderungen ganz schön zu schaffen machen. Glaub uns, wir wissen wovon wir reden. 😉

Email-Marketing-Nachteil #2: Rechtliche Hürden

Die DSGVO hat dem Email-Kanal das Leben so schwer gemacht wie kaum einem anderen Kanal. Es muss zum Beispiel unbedingt sichergestellt werden, dass du das Einverständnis deiner Nutzer hast. In der Regel wirst du dir dieses über die sogenannte Double-Opt-In-Email (DOI Email) von deinen Abonnenten einholen. Das bedeutet, dass das Eintragen in dein Email-Formular nicht ausreicht. Stattdessen muss der Empfang der Emails noch einmal explizit aus einer Email heraus bestätigt werden. Damit stellt man sicher, dass niemand fremde Email-Adressen, ohne Einverständnis des Besitzers, in Newsletter eintragen kann. Das Einverständnis muss dokumentiert werden, damit du es jederzeit nachweisen kannst und du musst auch in der Lage sein jedem deiner Kunden Auskunft über die bei dir gespeicherten Daten zu erteilen. Die komplette Gesetzeslage hier darzustellen, würde ein wenig zu weit führen. Wenn es dich interessiert, hinterlasse uns gern einen Kommentar bei Facebook oder Instagram und wir planen noch einmal einen ausführlichen Artikel hierzu ein.

Email-Marketing-Nachteil #3: Ablenkung

Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber in meinem Postfach konkurrieren täglich unglaublich viele Anbieter um meine Aufmerksamkeit. Und auch wenn ich mich aktiv zu manchen Newslettern eingetragen habe und prinzipiell auch interessiert an den Themen bin, komme ich doch nie dazu alle Emails zu lesen. Häufig entscheide ich mich dagegen und nach einigen Tagen oder Wochen, in denen sie ungeöffnet meinen Posteingang belagern, lösche ich sie dann doch, weil ich gerade einfach zu viele andere Dinge um die Ohren habe und vielleicht schon neue Emails vom selben Anbieter bekommen habe.
Long story short: Es ist super schwer sich gegen die Flut an E-Mails in den Postfächern deiner Kunden durchzusetzen. Nur wenige E-Mails werden überhaupt gelesen und mit noch weniger E-Mails wird tatsächlich interagiert. Schaffst du also keinen ganz klaren Mehrwert für deine Kunden und kannst diesen schon kurz und knackig im Betreff auf den Punkt bringen, wirst du dich wahrscheinlich auf Dauer nicht behaupten können.

Wofür entscheidest du dich? Email-Marketing oder kein Email-Marketing?

Auch wenn du nach wie vor die Qual der Wahl hast – man kann schließlich nicht alles machen – hoffen wir dennoch, dass wir dir mit diesem Artikel bei der Entscheidungsfindung etwas behilflich sein konnten und wünschen dir ganz viel Erfolg dabei mehr deiner Kunden online zu finden.

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥