Google Such- vs. Displaynetzwerk – Wo solltest du werben?

11. Februar 2020
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Google Ads bietet dir eine ziemlich große Auswahl an verschiedenen Kampagnentypen und Möglichkeiten. Da ist es nicht nur gut zu wissen, welche es genau gibt, sondern auch welche zu welchem Zeitpunkt für dein Business Sinn machen, um möglichst viele Kunden zu akquirieren.

Hier zunächst eine Übersicht über die Möglichkeiten, die du im Such- und Displaynetzwerk hast:

Übersicht Such- und Displaynetzwerk-Kampagnen Google

Beachte: Durch die neuen Smart-Kampagnen (z.B. Smart Display oder Smart Shopping) von Google verschwimmen die Grenzen zwischen Such- und Displaynetzwerk immer mehr. Allerdings sind für dich als Gründer mit tendenziell eher kleineren Budgets die klassischen Strukturen empfehlenswerter, weshalb wir in diesem Artikel auch nur darauf eingehen.

Das Google Suchnetzwerk – Der Klassiker für keywordbasierte Anzeigenschaltung

Denkt man an Google Ads, dann denkt man auch automatisch an die Google Suche und an Werbeanzeigen, die auf bestimmte Suchbegriffe (Keywords) ausgerichtet werden. Je nachdem welche Suchbegriffe du für deine Kampagnen wählst, kann diese Form der Suchmaschinenwerbung sehr zielgerichtet sein und nur eine sehr spezifische Zielgruppe ansprechen. Zum Beispiel eine Zielgruppe, die schon weiß, dass es dein Business gibt oder aber nach einer Lösung sucht, die du mit deinen Produkten oder Services bietest.

Wann lohnen sich Anzeigen im Suchnetzwerk?

Das Suchnetzwerk eignet sich hervorragend für den Start mit Google Ads, denn du kannst sowohl die Plattform für deine Werbung als auch die Ausrichtung sehr genau wählen. Das bedeutet, dass du auch mit relativ kleinen Budgets starten kannst. Und setzt du eher im unteren Verkaufsfunnel an, also wenn deine potenziellen Kunden bereits nach der Lösung suchen, die du ihnen bietest, ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass deine Kampagnen schon nach kurzer Zeit rentabel werden und du deine Werbeaktivitäten so Stück für Stück ausbauen kannst.

So startest du mit Anzeigen im Suchnetzwerk

Um mit deinen Anzeigen im Suchnetzwerk zu starten, empfehlen wir dir zunächst eine umfangreiche Keywordrecherche zu machen und einzelne Suchbegriffe sowie Wortgruppen zu identifizieren, die zum einen von deinen potenziellen Kunden gesucht werden und zum anderen relevant für dein Business und dein Angebot bzw. deine Produkte sind.
Ist das erledigt, kannst du diese Keywords mit unterschiedlichen Keywordoptionen (exakt, passende Wortgruppe, weitgehend passend oder weitgehend passend mit Modifizierer) zu deiner Kampagne hinzufügen.

Danach benötigst du nur noch zu deiner Landingpage, also die Zielseite, auf die du deine Nutzer leitest und den eingebuchten Keywords passende Anzeigentexte sowie Anzeigenerweiterungen und schon kannst du loslegen.

Unsere Empfehlung: Wenn du dir noch unsicher bist, wie du deine Keywords findest, welche Option du nutzen solltest und welche Anzeigenvariation, dann lies unbedingt noch einmal unsere verlinkten Blogartikel. Dort haben wir wertvolle Tipps und Tricks für dich zusammengestellt.

Gut zu wissen: Google und seine Suchnetzwerkpartner

Wenn du eine Kampagne für das Google Suchnetzwerk erstellst, bezieht Google voreingestellt seine Suchnetzwerkpartner mit ein. Das sind externe Partner, die auf die Google Suche zurückgreifen, wie zum Beispiel GMX aber auch Google Tools wie Google my Business oder YouTube.

google Suchnetzwerkpartner und Displaynetzwerk

Unsere Empfehlung: Entferne das Häkchen bei Google Suchnetzwerkpartner einbeziehen für den Anfang und mach deine Kampagnen zunächst in der Google Suche erfolgreich. Wenn das geklappt hat, kannst du über das Hinzuschalten der Suchnetzwerkpartner die Reichweite erhöhen. Entferne auch unbedingt das Häkchen bei Google Displaynetzwerk einbeziehen. Nachdem du diesen Artikel vollständig gelesen hast, wirst du uns zustimmen, dass das einfach zwei komplett unterschiedliche Netzwerke mit unterschiedlichen Zielen sind. Vermische deshalb nie deine Such- und Display-Kampagnen.

Google Shopping – Die besonderen Suchnetzwerk-Anzeigen für Onlineshops

Wenn du einen Onlineshop hast, solltest du auch über die Einrichtung einer Google Shopping Kampagne nachdenken. Denn auch diese befinden sich eher im unteren Verkaufsfunnel und die Conversion-Wahrscheinlichkeit nach dem Klick ist relativ hoch.

Übergib dafür deine Produktdaten (inkl. Titel, Preisen, Beschreibungen etc.) in einem sogenannten Produktfeed einfach über das Google Merchant Center, dem Händlerbereich von Google, erstelle eine Shopping Kampagne und bewirb konkrete Produkte aus deinem Sortiment, falls Google sie als relevant für die Suchanfrage einschätzt. Du musst also selbst keine Keywords hinterlegen. Stattdessen nutzt Google Informationen wie den Produkttitel oder die Beschreibung, um festzulegen bei welchen Suchanfragen deine Produkte gezeigt werden.

google shopping

Unsere Empfehlung: Als Onlineshop solltest du dir diese Möglichkeit der Suchmaschinenwerbung nicht entgehen lassen und zumindest ausprobieren, ob Shopping für dich rentabel sein kann.

Das Google Display Netzwerk

Im Google Displaynetzwerk ist die Ausrichtung nicht ganz so klar wie im Suchnetzwerk und hat auch nichts mit der Google-Suche an sich zu tun. Denn hier geht es vielmehr um insgesamt über zwei Millionen Websites (dazu gehören auch Google-Dienste wie YouTube und Gmail), Videos und Apps, auf bzw. in denen deine Anzeigen ausgeliefert werden können. Und zwar anhand der folgenden zwei Ausrichtungskategorien:

  1. Content – Also inhaltsbezogene Ausrichtung anhand von Keywords, Themen oder Placements.
  2. Personen – Also die Ausrichtung nach Verhalten und Interessen der Nutzer. Und auch die demografische Ausrichtung fällt hierunter.

Google Display Ausrichtungsoptionen

Contentausrichtung im Displaynetzwerk – Keywords, Themen und Placements

Auch im Displaynetzwerk gibt es eine Keywordausrichtung, die jedoch anders als im Suchnetzwerk nichts mit den von den Besuchern tatsächlich getätigten Suchen zu tun hat. Stattdessen ist es eher ein kontextuelles Targeting. Deine Anzeigen werden also auf Websites angezeigt, die irgendeinen Bezug zu dem Thema haben.

Die Themenausrichtung ist ähnlich zu der Keywordausrichtung und zieht komplette Thembereiche in die Ausspielung mit ein. Und bei der Placementausrichtung kannst du konkrete Websites oder Apps angeben auf bzw. in denen du deine Anzeigen ausspielen möchtest, zum Beispiel weil du weißt, dass deine Zielgruppe hier regelmäßig unterwegs ist.

Personen bzw. Zielgruppenausrichtung im Displaynetzwerk – Demografie, Interessen und Remarketing

Anders als bei der Contentausrichtung geht es bei der Personen- bzw. Zielgruppenausrichtung im Displaynetzwerk nicht um die Websites auf denen deine Anzeigen geschaltet werden sondern vielmehr, um deinen perfekten Kunden. Hast du diesen gut und unmissverständlich definiert, wird es dir umso leichter fallen deine Display-Anzeigen nach demografischen Merkmalen oder Interessengebieten deiner Nutzer auszurichten.

Und wenn du bereits eine Website hast, die relativ viele Besucher verzeichnet (idealerweise mindestens 1.000 in den letzten 30 Tagen), kannst du auch die volle Bandbreite des Remarketings nutzen und die Besucher deiner Website auch in anderem Kontext erneut ansprechen.

Wann lohnen sich Anzeigen im Displaynetzwerk

Da es sich um völlig unterschiedliche Targetingoptionen mit ganz verschiedenen Performanceerwartungen handelt, sollte man bei der Entscheidung, ob sich Werbung im Displaynetzwerk für dich und dein Business lohnt, Remarketing separat von den restlichen Ausrichtungsoptionen sehen.

Remarketing ist nämlich per se sehr zielgerichtet. Schließlich sprichst du nur Leute an, die schon einmal mit deiner Website und damit auch deiner Marke in Kontakt waren. Das bedeutet auch, dass Remarketing eher am Ende deines Verkaufsfunnels angesiedelt ist und die Erfolgsaussichten für tatsächliche Conversions deutlich höher sind. Insbesondere für Onlineshops, die mit dem dynamischen Remarketing (Nutzern werden die bereits angesehenen Produkte erneut angezeigt) noch einen Schritt weiter in Sachen Personalisierung gehen können, ist Remarketing von Beginn an zu empfehlen.

All die anderen Targetingoptionen eignen sich hervorragend zur Neukundenakquise aber bergen dadurch auch ein gewisses Risiko für Streuverluste, das zumindest höher ist, als bei keywordbasierten Anzeigen im Suchnetzwerk oder aber beim Remarketing. Diese Art der Display-Anzeigen stehen in deinem Verkaufsfunnel meist weiter oben bzw. am Anfang, was häufig bedeutet, dass der tatsächliche Kauf noch recht weit entfernt sein kann und du damit nicht direkt nachvollziehbare oder sofortige Erfolge erzielen wirst.

Unsere Empfehlung: Bevor du mit Anzeigen im Displaynetzwerk startest, solltest du dir 100% im Klaren sein, wen du erreichen möchtest bzw. wer dein Wunschkunde ist. Wenn du das noch nicht bist, sieh dir gern unseren Artikel Finde deinen Wunschkunden in nur 4 Schritten an. Hast du das starte zunächst mit Remarketing und mach diese Kampagnen rentabel. Wenn das geschafft ist und du weiter wachsen möchtest und noch Werbebudget zur Verfügung hast, teste Schritt für Schritt andere Targetingoptionen.

Und jetzt viel Erfolg bei deinen Google Ads!

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥

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