Email-Marketing: In 5 Schritten zu deinem perfekten Freebie

17. Mai 2020
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Wie du vielleicht schon in unserem Artikel So baust du dir deine Email-Liste auf gelesen hast, sind Freebies bzw. sogenannte Lead-Magneten eine tolle Möglichkeit um deine Email-Listen zu füllen. Warum? Weil du wertvolle Inhalte kostenfrei zur Verfügung stellst und dafür statt der regulären Bezahlung im Gegenzug die Kontaktinformationen deines Kunden (in der Regel die Email-Adresse) bekommst. Klingt erst einmal nach einem fairen Tausch, oder? Du investierst deine Zeit und Energie, um einen Anreiz zu schaffen, sich in deinen Newsletter einzutragen. Aber vorsicht! Prinzipiell kannst du das zwar tun, nach der DSGVO sind aber paar Dinge zu beachten:

Die Grundlage für dein Freebie: Datenschutz & eine klare Vorstellung deiner Zielgruppe

Wie generell beim Email-Marketing, empfehlen wir dir auch beim Anbieten von Freebies, die rechtlichen Gegebenheiten zu recherchieren und diese zu beachten. Wir fassen dir hier mal unsere Sichtweise auf den aktuellen Stand der Rechtsprechung zusammen, möchten aber betonen, dass wir keine Juristen sind und du dich natürlich lieber noch einmal bei einem Profi diesbezüglich beraten lassen solltest, um auf Nummer sicher zu gehen.

Zunächst solltest du natürlich sicherstellen, dass dein Email-Prozess im Email-Tool deiner Wahl DSGVO-konform abläuft. Das bedeutet in erster Linie, dass du die Daten, die du dort sammelst, auf legalem Weg bekommen hast und deine Kunden ihr explizites Einverständnis im Rahmen eines Double-Opt-In-Prozesses gegeben haben. Außerdem ist es nicht erlaubt den Erhalt eines Freebies bzw. eines Services (wie den Kauf in deinem Onlineshop) an die Eintragung in deinen Newsletter zu koppeln, ohne dies explizit zu erwähnen. Hole dir also auch beim Freebie-Anmeldeformular unbedingt explizit das Einverständnis ein, dass der Freebie-Empfänger sich gleichzeitig in deinen Newsletter einträgt. Schau gern mal auf unserer Freebie-Landingpage zum 5-tägigen Email-Kurs für dein Online Marketing Konzept, wie wir das gelöst haben. Aber denk dran: Auch wir sind keine Rechtsexperten. Informiere dich also unbedingt auch noch bei deinem Rechtsbeistand, wenn du ganz sicher gehen willst.

Das hast du bereits erledigt? Sehr gut. Dann kurz ein paar Worte zu deiner Zielgruppe bzw. deinem Wunschkunden: Weißt du für wen genau du dein Freebie erstellst und kennst du die Probleme und Herausforderungen desjenigen? Hervorragend! Denn genau dieses Wissen benötigen wir für den ersten Schritt zur Erstellung deines Freebies:

Schritt 1: Welches Freebie möchtest du anbieten

Die Wahl des richtigen Freebies ist so individuell wie dein Unternehmen. Während es für einen Onlineshop in der Regel am ehesten Sinn macht einen Rabatt an die Newsletter-Anmeldung zu knüpfen, darfst du bei Service-Leistungen in der Regel etwas kreativer sein. Hier geht es eher darum zu zeigen, dass du ein Experte auf deinem Gebiet bist und in der Lage bist die Probleme deiner Zielgruppe zu lösen.

Mach dir also zunächst Gedanken über die verschiedenen Herausforderungen mit denen deine Wunschkunden konfrontiert sind. Gibt es da etwas, von dem du weißt, dass es gebraucht wird und was du ihnen liefern kannst, weil du genau dafür der Experte bist? Dann hast du schon einmal eine guten Schritt vorwärts gemacht und kannst dir nun noch überlegen in welcher Form du dieses Wissen bzw. diese Hilfestellung anbieten möchtest. Hier sind einige Ideen und Inspirationen:

  • eBooks: Ausführlichen Informationen zu einem speziellen Thema
  • Anleitungen & Checklisten: Biete Hilfestellungen für konkrete Projekte oder Herausforderungen
  • Tool-Listen: Nutzt du bestimmte Tools, die dir helfen? Dann sind diese meist auch für deine Community interessant.
  • Email-Kurse: Eine automatisierte Email-Folge, die deinen Kunden hilft ein bestimmtes Problem zu meistern. In der Gestaltung kannst du sehr kreativ werden und zum Beispiel auch Tonaufnahmen, Worksheets oder Videos integrieren.
  • Webinare: Teile dein Wissen in einem Live-Webinar und knüpfe die Anmeldung an ein Newsletter-Abo

Schritt 2: Erstelle dein Freebie

Da es so viele verschiedene Arten von Freebies gibt, ist auch die Herangehensweise an die Erstellung immer unterschiedlich. Was jedoch für alle Freebies gilt ist folgendes: Nimm dir immer die Zeit dein Freebie so gut wie möglich zu gestalten. Dazu gehört natürlich in erster Linie, dass dein Inhalt gut durchdacht ist und auch wirklich hält, was er verspricht. Ist das gegeben, solltest du aber auch ein wenig Energie und Zeit darauf verwenden, dass du dein Freebie ansprechend und zu deiner Marke passend gestaltest. Schließlich wird es immer wieder der erste Kontaktpunkt mit deinen Services und Leistungen sein. Da solltest du direkt einen möglichst guten Eindruck machen. Schließlich sollen deine Freebie-Empfänger möglichst schnell auch zu zahlenden Kunden werden, oder?

Schritt 3: Richte einen Automatisierungsprozess in deinem Email-Tool ein

Wenn man sich als Kunde für ein Freebie entscheidet, möchte man es nach der Anmeldung auch direkt in Echtzeit bekommen. Alles andere wirkt unprofessionell und macht keinen guten ersten Eindruck. Stelle also unbedingt sicher, dass nach der Bestätigung deiner Double-Opt-In-Email auch direkt dein Freebie versendet wird. Im einfachsten Fall, also wenn dein Freebie nur eine einzige Email erfordert, wird das die sogenannte Welcome-Email sein, die du entsprechend mit deinem Freebie Content füllst. Wenn du hingegen einen Email-Kurs anbietest, darfst du Automatisierungsketten einrichten, bei denen die Emails dann regelbasiert und automatisiert nacheinander verschickt werden. Letzteres ist nicht mit jedem Email-Anbieter kostenfrei möglich. Prüfe hier also vielleicht vorher was geht und was dir evtl. zusätzliche Kosten verursacht. Klingt in der Theorie vielleicht ganz schön kompliziert aber glaub uns, solche Dinge sind Standard für deinen Email-Anbieter. Du kannst dir also sicher sein, dass du innerhalb deines Tools entsprechende Möglichkeiten findest und je nachdem für welches Tool du dich entscheidest, wirst du auch durch den Prozess durchgeführt.

Unser Praxistipp für deine Automatisierung

Stelle sicher, dass die Anmeldungen zum Freebie getrennt von den regulären Newsletter-Anmeldungen geschehen können. In der Regel bedeutet das: Unterschiedliche Formulare und unterschiedliche Adressbücher innerhalb deines Email-Tools. Wenn du das nämlich nicht tust, können sich deine bestehenden Newsletter-Abonnenten nicht noch einmal für das Freebie anmelden und das wäre natürlich kein sehr guter Service. Achte im Fall von zwei verschiedenen Adressbüchern darauf, dass deine Freebie Anmelder auch in dein reguläres Newsletter-Adressbuch überführt werden. Auch das geht ganz automatisch, wenn du diese Einstellung zu Beginn einmal gesetzt hast.
Wenn du allerdings stets das gleiche Freebie zur Verfügung stellen möchtest und es keine reguläre Newsletter-Anmeldung ohne Freebie gibt, kannst du darauf verzichten. Ist das nicht der Fall empfehlen wir dir dringend die Trennung dringend, damit alles sauber und problemlos läuft.

Schritt 4: Teste dein Freebie und den Anmeldeprozess

Dieser Schritt ist unglaublich wichtig bevor du mit deinem Freebie an die Öffentlichkeit gehst. Teste den kompletten Anmeldeprozess von vorn bis hinten und lass das auch vielleicht mal den ein oder anderen Bekannten machen. Nur so kannst du noch einmal prüfen, ob die Anmeldung funktioniert, das Freebie sofort verschickt wird, deine Freebie-Email in verschiedenen Email-Clients sauber dargestellt wird und die Email-Adressen in die korrekten Adressbücher laufen. Ist alles gut? Großartig. Dann bekommt dein Freebie jetzt die Bühne, die es verdient:

Schritt 5: Bringe dein Freebie unter deine potenzielle Kunden

Und dafür darfst du wie immer alle Kanäle nutzen, die dir zur Verfügung stehen. Promote dein Freebie in deinen Social Media Kanälen und auf jeden Fall auch prominent auf deiner Website. Deiner Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Stelle einfach nur sicher, dass jeder, der mit dir und bzw. deinem Unternehmen Kontakt hat sofort weiß, dass es dein Freebie gibt und mach ihm die Anmeldung so leicht wie möglich. Auch Social Media Ads funktionieren für kostenlosen Content, wie Freebies ganz hervorragend. Also falls deine Community noch relativ klein ist, kannst du auch das in Erwägung ziehen. Positiver Nebeneffekt: Durch die Ads steigen auch direkt deine Follower-Zahlen und nicht nur die Personen in deiner Email-Liste.

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥

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