So erreichst du deine Wunschkunden mit Instagram & Facebook Ads

28. Juni 2020
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Stellt man die Frage, warum sich ein Werbetreibender dazu entschlossen hat Social Media Ads zu schalten, bekommt man häufig die Antwort: Weil ich damit genau meine Zielgruppe erreiche. Und genau das ist der wohl größte Vorteil von Werbung bei Facebook & Instagram im Vergleich zu regulärer Display-Werbung: Es gibt einen ziemlich guten Algorithmus, der in der Lage ist sowohl die organischen Ergebnisse als auch die Werbung ziemlich zielgerichtet im Newsfeed deiner potenziellen Kunden auszusteuern.

Facebook und Instagram kennen also ihre Nutzer sehr genau und du kannst das für dein Business nutzen, indem du zum Beispiel deine Anzeigen mit Hilfe des Interessen-Targetings ausrichtest und damit genau deine Wunschkunden erreichst. Und wie das genau funktioniert und welche Optionen du hast, schauen wir uns in diesem Artikel nun genauer an.

Nutzersignale als Basis für dein Facebook-Targeting

Im regulären Targeting von Facebook & Instagram, also über die sogenannte Kernzielgruppe, bilden Signale, die der Nutzer mit seinem Verhalten gibt, die Basis für die Aussteuerung. Also für was interessiert er sich und für was nicht.

Diese Signale können u.a. sein:

  • Seiten die dem Nutzer gefallen
  • Interaktionen mit Beiträgen aus dem News-Feed des Nutzers
  • Aktivitäten in Apps oder Diensten des Facebook-Universums (Facebook, Instagram, WhatsApp)
  • Standortdaten
  • Interaktionen mit deinen organischen und bezahlten Inhalten
  • Interaktionen mit deiner Website, falls du den Facebook-Pixel auf deiner Website eingebaut hast

Für dich bedeutet das, dass du mit Hilfe bestimmter Targeting-Optionen deine Zielgruppe ziemlich genau erreichen kannst und dabei die Streuverluste (also Werbeeinblendungen bei Leuten, die sich gar nicht für dein Thema interessieren) gering hältst.

Tipp: Es steht übrigens allen Nutzern frei, die eigenen Werbe-Einstellungen einzusehen und anzupassen, allerdings nutzen diese Möglichkeit die wenigsten. Es lohnt sich auf jeden Fall mal einen Blick darauf zu werfen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Facebook für die Aussteuerung nutzt. Und wer weiß, vielleicht bekommst du auch schon direkt Inspirationen für deine künftigen Zielgruppen?

Optionen für deine Facebook Zielgruppen-Definition

Wenn du eine reguläre Zielgruppe im Werbeanzeigenmanager oder Business Manager anlegst, hast du verschiedene Optionen diese einzugrenzen. Je mehr du davon nutzt und je genauer du deine Zielgruppe somit definierst, um so kleiner wird deine Reichweite aber um so geringer fallen auch deine Kosten und Streuverluste aus. Sei dir dessen also stets bewusst und wäge Masse gegen Relevanz ab, je nachdem welche Strategie und welche Ziele du mit deinen Facebook Kampagnen verfolgst.

Unsere Empfehlung: Ist dein Budget sehr begrenzt, empfehlen wir dir deine Zielgruppe relativ stark einzugrenzen und sehr spezifisch zu werben. Hast du hingegen mehr Budget zur Verfügung und möchtest die größtmögliche Reichweite erzielen, macht es Sinn Facebook mehr Spielraum zu geben und die Zielgruppe nicht ganz so stark einzuschränken.

Und noch ein Hinweis vorab: Selbst wenn du deine Zielgruppe außerhalb von Facebook gut kennst, kann es sein, dass sie sich auf Facebook anders verhält. Scheue dich also nicht davor, mehrere Zielgruppensegmente gegeneinander zu testen und nach einem bestimmten Zeitraum zu bewerten, ob du diese weiter ausbauen oder lieber nicht weiter mit Werbung bespielen möchtest. Für diese Entscheidung ist es natürlich sehr wichtig, dass du deine Ziele kennst und deine Kennzahlen regelmäßig genau anschaust und auswertest.

Folgende Ausrichtungsoptionen stehen dir bei Kernzielgruppen zur Verfügung:

Standortausrichtung

Entscheide selbst, ob du deine Anzeigen nur Nutzern an bestimmten Standorten anzeigen möchtest. Gehst du erst einmal sehr spitz in einen lokalen Markt (z.B. in einer bestimmten Stadt oder einem Bundesland) oder richtest du deine Anzeigen breiter auf ein ganzes Land (z.B. Deutschland oder Österreich) oder auf mehrere Standorte oder Länder aus.

Unsere Empfehlung: Lokale Werbung, die auf einen von dir festgelegten Umkreis beschränkt ist, ist z.B. bei Kaffees, Restaurants oder anderen lokalen Shops sinnvoll. Wenn du deine Produkte in einem Online-Shop verkaufst oder deine Dienstleistung deutschlandweit anbietest, lohnt sich die Einschränkung meist auf nationaler Ebene, wenn dein Budget es zulässt. Aber auch hier kannst du verschiedene Regionen gegeneinander testen und herausfinden, wo deine Anzeigen besonders gut ankommen.

Demografische Ausrichtung

Dazu zählt Facebook das Alter, Geschlecht, Sprache aber auch den Bildungshintergrund, Beruf etc. deiner Zielgruppe. Hier hilft es enorm, wenn du bereits konkrete Wunschkunden-Personas definiert hast. Hast du das noch nicht getan, wirf gern mal einen Blick in unseren Artikel Finde deinen Wunschkunden in nur 4 Schritten oder mach unseren kostenlosen Email-Kurs „In 5 Tagen zu deinem Online Marketing Konzept“. Dort bekommst du hilfreiche Workbooks für genau diese Aufgabe an die Hand.

Unsere Empfehlung: Je nach Produkt kann es sinnvoll sein Männer und Frauen in getrennten Kampagnen anzusprechen. Dadurch kannst du eine viel konkretere und passendere Ansprache und Werbebotschaft erstellen, indem du die Anzeige (Grafik oder Video und Text) entsprechend des Geschlechts anpasst. Genau das gleiche kannst du natürlich auch anhand des Alters machen, das du in 10er-Schritten auswählen kannst. Falls deine Zielgruppe etwas breiter aufgestellt ist, könntest du dann deiner jüngeren Zielgruppe andere Werbemittel zeigen als der älteren. Sei kreativ und teste möglichst differenziert, was bei wem besonders gut funktioniert und was nicht.

Interessen-Targeting – Verhaltensbasierte Ausrichtung

Die bereits erläuterten Standort- und Demografie-Ausrichtungen bilden die optimale Basis, um nun das eigentliche Herzstück von Facebook bestmöglich zu nutzen: Die Ausrichtung auf Basis von Interessen und Verhalten der Nutzer.

Mit Hilfe dieses sogenannten Interessen-Targetings sprichst du Menschen an, die aufgrund bestimmter Signale (s.o.) von Facebook bestimmten Interessensgruppen zugeordnet werden. Und die Liste dieser Interessengruppen ist lang, sodass eigentlich jeder hier die passende Zielgruppe für genau sein Business finden kann.

Denk dabei neben den klassischen Interessen auch an große Facebook-Seiten, die in der Liste als Interesse angezeigt werden könnten. Wenn ihr als Interesse z.B. das Thema Nachhaltigkeit ausfindig gemacht habt, könnte “Utopia” (basierend auf den Followern dieser Facebook-Seite) auch ein passendes Interesse sein. Aber auch große Marken stehen oft in der Interessenliste zur Auswahl bereit.

Bei der Erstellung der Kampagne zeigt Facebook dir die ungefähre Reichweite auf Basis deiner Targeting-Einstellungen an:

Zielgruppen-Reichweite Facebook Ads

Unsere Empfehlung: Um nicht von Beginn an zu viel Geld für ungewisse Resultate auszugeben, wähle das Interessen-Targeting im ersten Schritt so spitz und zielgerichtet wie möglich. Erweitern kannst du es immer noch, wenn du siehst, dass deine Anzeigen gut funktionieren. Du kannst dabei zum Beispiel auch mehrere Interessengruppen miteinander kombinieren.

So findest du ein Interessen-Targeting, das zu deinem Business passt:

Nachdem du dir im Klaren darüber bist, wen du erreichen möchtest, kannst du dein Interessen-Targeting auf zwei Arten bestimmen:

  1. Du hangelst dich an der Liste, die Facebook im Targeting unter “Durchsuchen” zur Verfügung stellt, entlang.
    Interessen Targeting Facebook - Durchsuchen
  2. Du suchst selbst deinen Themen bzw. Hauptkeywords im Suchfeld.
    Interessentargeting suchen Facebook

Unsere Empfehlung: Schau auf jeden Fall in beide Optionen einmal hinein und lass dich von den Vorschlägen, die Facebook macht inspirieren!

Jedes Mal, wenn du mit deiner Maus über ein Interesse fährst, bekommst du zusätzliche Informationen, zur Größe, Kategorie und eine kurze Beschreibung der Interessensgruppe:

Interessengruppe Facebook

Ausschluss von bestimmten Interessen

Wenn du eine bestimmte Gruppe unbedingt von deinem Targeting ausschließen möchtest, kannst du das hier ebenfalls tun. Wenn du z.B. nur Familien oder Paare ansprechen möchtest, kannst du Singles oder alleinstehende Personen ausschließen.

Facebook Interessengruppen ausschließen

Verbindungen

Eine weitere interessante Verknüpfung sind die sogenannten Verbindungen. Hier kannst du z.B. Personen ein- oder ausschließen, die mit deiner Marke (Facebook-Seite) oder mit Veranstaltungen verbunden sind. Das wäre z.B. dann sinnvoll, wenn deine Kampagne ausschließlich auf die Generierung von Neukunden abzielt.

So findest du die passenden Interessen deiner Wunschkunden

Wenn du dir unsicher bei den Interessen bist, stell dir deinen Wunschkunden vor und wie der Alltag bzw. Tagesablauf von diesem aussieht. Stell dir einige Fragen, wie

  • Was liest und konsumiert er gern? Darunter gehören auch Zeitungen, Websites und Blogs.
  • Wie ist seine Arbeitsweise (eher offline oder viel mit Tools und Software)?
  • Und neben der Arbeit: Wie verbringt er seine Freizeit und welchen Hobbies, Sport, etc. geht er nach?
  • In welchen Facebook Gruppen ist er aktiv usw.

Inspirationen kannst du dir aber auch auf Facebook selbst holen, indem du zum Beispiel nach Dingen oder Interessen direkt im Interface suchst. Mache dir eine Liste und gehe all diese Themen durch, dann wirst du gezielt nach den passenden Interessen im Facebook Business Manager suchen können. Und wenn mal eine Seite oder Marke in der Liste auf Facebook fehlt, keine Panik. Such einfach nach größeren und passenden Alternativen.

Und dann: testen, testen, testen…

Nimm dir für die Erstellung deines Interessen-Targetings ruhig etwas Zeit, denn es ist wichtig, hier genau zu arbeiten. Der Erfolg deiner Kampagne steht und fällt mit dem richtigen Targeting und den dazu passenden Anzeigen.

Aber auch, wenn du dein initiales Interessen-Targeting gewissenhaft angelegt hast, kommt es hin und wieder vor, dass es nicht optimal funktioniert und du auch nach der Anfangsphase deine gesetzten Ziele nicht erreichst. Aber auch das ist kein Problem. Verändere es einfach und versuche eine neue Kombination. Beachte aber, dass die Testphasen nicht allzu kurz sein sollten, um verlässliche Aussagen zum Erfolg oder Misserfolg treffen zu können. Wenn du nur wenig Traffic, also wenige hunderte Nutzer hast, die mit deiner Anzeige interagiert haben, werden deine Daten weniger aussagekräftig sein, als wenn es z.B. über 1.000 Nutzer waren. Das ist je nach Branche und Angebot sehr unterschiedlich, weshalb die Testphase auch unterschiedlich lang ausfallen kann. Sei in jedem Fall nicht allzu ungeduldig.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Facebook Interessen-Targeting!

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥