Woher kommen deine Website-Besucher?

10. Oktober 2020
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Ein Webanalyse-Tool, wie zum Beispiel Google Analytics, hat fast jeder Websitebetreiber zumindest einmal initial eingerichtet. Meist passiert das, wenn die Website erstellt wird. Und dann passiert ganz oft Folgendes…

… nämlich nichts!

Ja du hast richtig gelesen. Die meisten unserer Kunden haben Google Analytics, schauen aber wenn überhaupt nur einige wenige Male im Jahr hinein.

Und jetzt mal Hand auf’s Herz: Ist es bei dir auch so?

Dann liegt das vielleicht daran, dass du nicht weißt, was genau mit den Daten dort anfangen sollst und wo du nachschauen solltest. Und wenn das so ist, dann ist dieser Artikel genau das richtige für dich. Hier zeige ich dir nämlich den Report, den ich mir am häufigsten in Google Analytics anschaue und den ich auch allen unseren Kunden in der 1zu1-Betreuung ans Herz lege:

Den Google Analytics Channel-Report!

Übrigens: Wenn du ein anderes Webanalyse-Tool nutzt, heißt der Report vielleicht etwas anders aber die Daten wirst du auch dort bekommen. Also kein Grund an dieser Stelle aufzuhören zu lesen 😉

Was ist der Google Analytics Channel-Report?

Der Report zeigt dir, woher deine Besucher kommen. Also über welche Online Marketing-Kanäle bzw. -Channel.
Zu finden ist der Channel-Report im linken Menü unter dem Punkt “Akquisition” und “Alle Zugriffe”:

Google Analytics Channel Report

Möglich voreingestellte Channel, die dir dort dann angezeigt werden können, sind:

  • Direct
  • Referral
  • Organic Search
  • Paid Search
  • Display
  • Social
  • Paid Social
  • Email
  • Affiliates
  • Other Advertising

Unser Tipp: Diese kannst du übrigens unter den Datenansichteinstellungen unter dem Punkt “Channeleinstellungen > Channelgruppierung” selbst definieren und die voreingestellten Regeln von Google Analytics auf deine Bedürfnisse anpassen. Das solltest du allerdings nur tun, wenn du schon etwas vertrauter mit Google Analytics bist, damit da nichts schief geht und deine Daten korrekt bleiben. Es ist schließlich das A und O deiner Webanalyse, dass du dich auf die Daten dort verlassen kannst.

Im Folgenden stelle ich dir einige dieser Channel etwas genauer vor, damit du auch weißt, was genau sie zu bedeuten haben.

Direct – Direktzugriffe auf deine Website

Das sind Besuche, die deine Webseiten-URL, also zum Beispiel www.deine-domain.de direkt in das URL-Feld ihres Browser eingeben. Zum Beispiel weil sie dich schon kennen, deine Website als Lesezeichen abgespeichert haben, deine URL von deiner Visitenkarte abtippen, den Link zu deiner Website von jemanden bekommen haben uvm.

Der Direkttraffic zeigt dir ganz schön, wie bekannt deine Marke und deine Website ist. Er ist kostenlos aber auch schwer direkt zu beeinflussen. Im Normalfall wird dein Direkttraffic über die Zeit steigen, je bekannter du wirst und je mehr Reichweite du über andere Kanäle aufbaust.

Referral – Externe Verweise auf deine Website

Hier findest du Hinweise darauf, welche externen Websites auf dich verwiesen, also einen Link zu einer deiner Seiten gesetzt haben. Denn verlinkt jemand, zum Beispiel aus seinem Blog auf deine Website und ein Besucher kommt dann über genau diesen Link auf deine Website, dann erkennt das Analytics und zeigt dir den Blog als sogenannten “Referrer” an.

Das ist ein super spannender Bericht, um hin und wieder mal zu schauen, wer denn eigentlich erfolgreich Besucher zu dir leitet. Hin und wieder entdeckt man da einige Überraschungen, mit denen man gar nicht gerechnet hat. Vielleicht lohnt es sich ja mit besonders erfolgreichen Verweis-Websites einmal mögliche Kooperationen zu besprechen?

Organic Search – Dein SEO-Traffic

Unter Organic Search listet dir Google die Besucher auf, die über klassische Suchmaschinen, wie Google, Bing, Yahoo & Co. zu deiner Website kamen. Ein klares Indiz dafür, wie deine Website in Suchmaschinen dasteht bzw. wie sich die Besuche hierüber entwickelt.

Steigen sie kontinuierlich? Dann hast du vermutlich entweder noch eine relativ neue Website oder du hast erst vor Kurzem die Suchmaschinenoptimieung für dich entdeckt und siehst nun, wie sich deine Maßnahmen langsam aber sicher auszahlen.

Wenn die Besuche über Suchmaschinen hingegen stagnieren oder rückläufig sind, solltest du überlegen, ob deine Website noch weiter optimiert werden kann. Schau dir in dem Fall gern mal unsere kostenlosen SEO-Quick-Win-Checkliste an und mach dich direkt an die Arbeit. Oder lass einen ausführlichen SEO-Audit deiner Website erstellen, also eine Analyse deiner Website aus SEO-Sicht, um herauszufinden, wo du stehst und was du noch umsetzen und optimieren darfst.

Paid Search, Display & Paid Social

Hier taucht dein bezahlter Traffic auf, der in den meisten Fällen über Google Ads, Bing Ads oder aber auch über Facebook bzw. Instagram Ads kommen wird. Vergiss hierfür nicht, die Links in deinen Ads zu vertaggen. Entweder durch Auto-Tagging, das für Google Ads ganz bequem eingeschaltet werden kann oder durch manuelles Tagging mit utm-Parametern.

Moment mal… Manuelles was?

Falls du gerade genau das denkst und nicht die geringste Ahnung hast, was Auto- oder utm-Tagging ist, kann ich dir von ganzem Herzen unser Google Analytics Lunch & Learn empfehlen. Hier erfährst du, wann die nächste Live-Session dazu stattfindet: boost-my-business.de/lunch-and-learn/.

Google Analytics Lunch & Learn

Social

Hier tauchen Social-Verweiswebsites auf. Also wann immer einer deiner Website-Besucher über einen Link bei Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn & Co. kommt, wirst du ihn hier unter Angabe der entsprechenden Social Media Plattform finden.

Insbesondere, wenn du auf mehreren Plattformen parallel aktiv bist, wirf ab und zu mal einen Blick in deine Social-Auswertung. Wenn du da zum Beispiel siehst, dass ein Kanal trotz großen Zeitaufwands über Monate hinweg nicht die gewünschten Ergebnisse liefert, solltest du nochmal überdenken, ob du deine Zeit nicht in anderen Kanälen besser nutzen kannst. Außerdem könntest du diesen Report einmal konsultieren, bevor du dich entscheidest in bezahlte Anzeigen zu investieren. Vielleicht zeigt sich da dann schon, ob du z.B. auf Facebook und Instagram schalten solltest oder eine der beiden Plattformen ausreicht.

Email

Die Kanalbeschreibung ist recht selbsterklärend. Hier laufen Besucher rein, die nachweislich über einen Email-Link auf deine Website kamen. Aber Achtung: Wenn du die Links in deinen Emails nicht manuell mit utm-Parametern ausstattest, wirst du hier keine vollständige Datenbasis vorfinden. Mach also unbedingt deine – ich nenn sie mal “Tracking-Hausaufgaben”.

Affiliates

Vertreibst du deine Angebote auch im Rahmen des Affiliate-Marketings? Beispielsweise indem du über ein bekanntes Affiliate Netzwerk, wie z.B. awin, Partnerschaften eingehst und Werbepartnern eine Provision für den Verlauf deiner Produkte oder Angebote bietest? Dann findest du hier die Besucher, die deine Affiliate-Partner akquiriert bzw. zu deiner Website geschickt haben. Aber auch hier gilt, ähnlich wie bei den Paid-Kanälen und Email: Achte auf ein möglichst genaues und einheitliches Link-Tagging, damit auch wirklich alle Besucher dem korrekten Kanal zugeordnet werden können.

Other Advertising oder (other)

Und das ist das Sammelsurium für alles, was nicht sauber den anderen Kanälen zugeordnet werden konnte.

Unsere Empfehlung: Schau ab und zu einmal genauer unter “other” nach und finde heraus, ob die Standard-Channelgruppierung von Analytics angepasst werden muss. Aber wie schon gesagt, mach das nur, wenn du schon etwas vertrauter mit Google Analytics bist, damit da nichts schief geht und deine Daten korrekt bleiben.

Und nun schau doch mal in deinen Channel-Report. Wie sieht es dort aus? welche Kanäle laufen schon super und welche noch nicht ganz? Du wirst sicher spannende Erkenntnisse gewinnen!

Also, happy analyzing und bis bald!

 

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥