Vergleiche im Business – Wann sie dir helfen und wann sie dich ausbremsen

Vergleiche im Business - Bringen sie dich weiter oder nicht?

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Vor kurzem hatten wir im Rahmen eines unserer SEO-Workshops eine super spannende Unterhaltung zum Thema Wettbewerbsbeobachtung und Vergleichen mit einer unserer Kundinnen. Und die fand ich tatsächlich so spannend, dass ich ein paar Gedanken aus diesem Gespräch heute mit dir teilen möchte.

Ich glaube nämlich auch, dass jede:r von uns in seinem Business früher oder später mal an den Punkt kommt, an dem er/sie sich mit anderen vergleicht. Und dann gilt es zu entscheiden, ob uns dieser Vergleich gut tut und uns weiterbringt oder ob er uns hemmt und frustriert. Denn das Beobachten der Mitbewerber kann im Grunde immer beides. Es kann uns eine wertvolle Inspiration sein, die uns dazu animiert unser eigenes Ding zu machen und schneller erfolgreich zu werden oder es kann uns komplett blockieren, weil es Glaubenssätze im Sinne von “Ich bin nicht gut genug” triggert und uns frustriert.

Wettbewerbsbeobachtung – Eigentlich etwas ganz Normales

Insbesondere im Online-Marketing und speziell auch in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist das Beobachten und Analysieren des Wettbewerbs in vielerlei Hinsicht total sinnvoll.

Das wohl plakativste Beispiel dafür ist die Keywordrecherche (in diesem Artikel erfährst du übrigens, warum sie so wichtig für deine Texte ist: Content-SEO: So schreibst du gute Texte). Um herauszufinden, wonach deine potenziellen Kund:innen bei Google & Co. suchen, solltest du neben den klassischen Tools für die Keywordrecherche eben auch einmal einen Blick auf die Website und Landingpages deiner Mitbewerber:innen werfen. Welche Begriffe sind dort vorherrschend? Auf welches Wordings sind die Webseiten ausgerichtet und welche Fragen der Kund:innen werden schon gut beantwortet?

Hier kannst du super viel lernen, findest vielleicht noch den ein oder anderen Begriff bzw. das ein oder andere Wording, das du so noch nicht auf dem Schirm hattest und kannst dich nun darum kümmern ein noch besseres Suchergebnis für deine potenziellen Kund:innen zu erstellen.

Unser Tipp: Wirf dabei nicht nur einen Blick darauf, was schon da ist. Versuche auch zu erkennen, was eben noch fehlen könnte. Du wirst sehen, dass du sicher ganz schnell einige Ideen zusammen hast, wie du Themen noch besser und umfassender für deine potenziellen Kund:innen aufbereiten könntest.

Und als positiven Nebeneffekt der ganzen Recherche, weißt du danach auch direkt viel besser, gegen wen du dich auf der Suchergebnisseite von Google und vielleicht auch generell in deinem Online-Marketing durchsetzen musst, um deine Zielgruppe zu erreichen.

In den Fällen bringen Vergleiche dich weiter

Die Keywordrecherche ist also eines der klassischen Beispiele, in denen es uns weiterbringt, mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Aber auch in anderen Projekten kann es dich weiterbringen, wenn du dir einmal anschaust, wie deine Wettbewerber bestimmte Themen oder Projekte angehen. Und zwar immer dann, wenn du dir die Umsetzung der Anderen ganz objektiv anschaust und die Erkenntnisse dafür nutzt, dich abzuheben und besser zu sein.

Klassische Dinge, die man sich beim Wettbewerb oder auch anderen Unternehmen, die dem Anschein nach besonders erfolgreich in bestimmten Bereichen sind, einmal anschauen kann:

  • Welche Angebote gibt es?
  • Welche Freebies bzw. Leadmagneten werden angeboten?
  • Welche Themen werden aufgegriffen und welche Fragestellungen beantwortet?
  • Welche Themen bzw. Post-Arten laufen besonders gut in den jeweiligen Social Media Kanälen?

Und ich sage bewusst, dass du dir diese Dinge anschauen kannst, wenn du denkst, dass sie dir helfen. Zum Beispiel, wenn du überlegst, wie du die Reichweite deiner Social Media Beiträge erhöhen könntest oder Inspirationen für deine Contentplanung brauchst.

Wettbewerbsanalysen und -beobachtungen sind absolut kein “Muss” und sobald du merkst, dass du Gefahr läufst zu kopieren, anstatt dich nur inspirieren zu lassen, solltest du dich lieber noch einmal ganz bewusst abgrenzen, um deine Individualität nicht aufs Spiel zu setzen, womit wir auch schon beim nächsten Thema sind:

In den Fällen wird der Vergleich zum Hindernis

Vergleiche mit dem Wettbewerb können auch schnell mal zu einem riesigen Hindernis in deinem Business werden. Und zwar immer dann, wenn sich schon nach kurzer Zeit das Gefühl einstellt, dass bei den anderen alles viel besser ist, als bei dir. Wenn du also anfängst ein ungutes Gefühl zu bekommen und dir Gedanken kommen, wie…

  • Die haben ja viel mehr Follower und Kund:innen als ich.
  • Warum bin ich eigentlich nicht darauf gekommen?
  • Bei denen sieht alles viel besser/professioneller/cooler/you name it aus. Da werde ich nie drankommen.
  • Ohje, wie soll ich das nur alles jemals schaffen?

… solltest du dir direkt eine Zwangspause in Sachen Wettbewerbsbeobachtung verordnen. Denn dann wird das Vergleichen zu einem Hindernis und kann deinem Business sogar schaden. Denn entweder bist du danach total entmutigt und musst erst einmal wieder aus deinem Motivationstief und den ganzen Selbstzweifeln herauskommen – was ja auch nicht immer so einfach ist – oder du beginnst bewusst oder unbewusst Dinge zu kopieren, die gar nicht zu dir, deiner Persönlichkeit, deinem Business und deiner Vision passen.

Unser Tipp für produktives Vergleichen mit den Wettbewerbern

Wir empfehlen dir, dich im Alltag bewusst von deinen Wettbewerbern abzugrenzen, wenn du weißt, dass du häufiger mal Vergleiche anstellst, die dir nicht gut tun. Beobachte einfach, welche Gefühle sich einstellen, wenn du ihren Content siehst und ziehe Konsequenzen. Zum Beispiel kannst du aufhören, ihnen auf Instagram oder Facebook zu folgen und dich von den Newsletter-Listen abmelden.

Wenn du jedoch gerade ein bestimmtes Projekt verfolgst, bei dem du etwas Inspiration gebrauchen könntest, wie zum Beispiel die Contentplanung für den nächsten Monat oder eine ausführliche Keywordrecherche für deine Suchmaschinenoptimierung, dann schau dir projektbezogen und bewusst in einem bestimmten Zeitraum genau diese Dinge an. Bist du dann damit fertig, schließe mit dem Vergleich sofort wieder ab und widme dich deinem Business. Denn eins ist klar: Du solltest immer den Großteil der Zeit auf dich und dein Business fokussieren. Schließlich kaufen deine Kund:innen bei dir, weil du so bist, wie du bist. Einen Abklatsch des Wettbewerbs braucht nun wirklich keiner.

So handhaben wir es übrigens auch. Wir haben uns insbesondere auf den Sozialen Medien explizit dazu entschlossen unseren Mitbewerbern – insbesondere denen, die uns das Gefühl geben nicht gut genug zu sein – nicht mehr zu folgen. Denn man kann sich ja eigentlich gar nicht abgrenzen, wenn man so im Feed vor sich hin scrollt. Nun schauen wir nur noch explizit in die Profile, wenn wir uns etwas Spezielles anschauen wollen. Und das führt nicht nur dazu, dass wir uns insgesamt besser fühlen und mehr in unserer Energie sind, sondern auch dazu, dass wir viel mehr Zeit haben, weil wir uns nicht so häufig im Scrollen verlieren.

In diesem Sinne, halte es stets so, wie der große Karl Lagerfeld es einst so schön sagte: “Persönlichkeit beginnt dort, wo der Vergleich aufhört”. Bleib so wie du bist, entwickle deine Persönlichkeit und geh mit deinem Herzensbusiness deinen ganz eigenen Weg!

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