ETA, RSA, DSA – Googles Textanzeigenformate

3. September 2019
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Google erfindet immer wieder neue Anzeigenformate und Abkürzungen. Da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren. Was ist denn nun was und vor allem, welche Anzeigenvariationen solltest du am besten verwenden? Wir geben dir den Überblick:

Erweiterte Textanzeigen (ETAs)

Zugegeben, die erweiterten Textanzeigen (ETAs) gibt es schon länger und zwar seit 2016. Denn genau da hat Google die Größe der Textanzeigen das erste Mal quasi verdoppelt. Nun gab es statt einem Anzeigentitel zwei und statt zwei separater Textzeilen eine größere. Auch bei der Ziel-URL konnte man nun zwei Verzeichnissen anlegen statt eines.
2018 hat Google dann selbst dieses größere Anzeigenformat noch einmal vergrößert und fügte den dritten Anzeigentitel sowie die zweite Textzeile hinzu:

erweiterte textanzeigen google - ETAs

Seitdem hast du also die Möglichkeit für jede deiner Textanzeigen Folgendes zu hinterlegen:

  • 3 Anzeigentitel à 30 Zeichen
  • 2 URL-Pfade à 15 Zeichen
  • 2 Textzeilen à 90 Zeichen

Unsere Empfehlung: Texte immer so, dass alle Elemente auch alleinstehend Sinn machen und nicht zwangsläufig aufeinander aufbauen. Denn nur wenn genug Platz ist, spielt Google alle 3 Titel und beide Textzeilen aus. Ist dieser nicht vorhanden, z.B. auf Smartphones, werden sie weggelassen.

Responsive Suchanzeigen (RSA)

Die responsiven Suchanzeigen, kurz RSAs, funktionieren ähnlich wie die Erweiterten Textanzeigen, nur dass man Google insgesamt bis zu 15 Überschriften und 4 Anzeigentexte mit auf den Weg geben kann, die dann frei miteinander kombiniert werden.

Der Plan dahinter: Google soll nach und nach die beste Kombination für jeden Nutzer finden und damit die Klickraten deiner Anzeige steigern (CTRs).

Der Haken an der Sache: In unseren Tests (ETAs vs. RSAs) war das nicht immer der Fall und wenn es der Fall war, resultieren mehr Klicks nicht zwangsläufig in mehr Conversions.

Dynamische Suchanzeigen (DSA)

Dynamische Suchanzeigen funktionieren, wie der Name schon vermuten lässt, etwas anders als reguläre Suchanzeigen. Hier gibst du Google nämlich vorab beim dynamischen Anzeigenziel nur die Seite(n) vor, die du gern bewerben möchtest und Google wählt selbstständig die Landingpage (solltest du mehr als eine Seite angegeben habe), die angezeigte URL sowie den Anzeigentitel. Den Anzeigentext kannst du selbst bestimmen.

dynamische suchanzeige dsa google

DSAs sind eine tolle Möglichkeit um z.B. in größeren Onlineshops alle Produktseiten bewerben zu können, ohne für jedes Produkt eine eigene Anzeigengruppe anzulegen. Hierfür funktionieren sie auch ziemlich gut und die Klickpreise sind in der Regel etwas günstiger. Allerdings müssen die Keywords zu denen deine Anzeige erscheint regelmäßig angeschaut werden, da die Anzeigenschaltung sonst schnell unpassend wird und damit unnötige Kosten entstehen. Schließe also unpassende Keywords, die du in deinen Suchbegriffberichten findest, aus und buche besonders gut performende Keywords in eigene Anzeigengruppen ein.

Unsere Empfehlung: DSAs sind nicht unbedingt etwas für Unternehmen mit sehr kleinen Budgets. Wenn du jedoch Budget übrig hast und deine Seite so groß ist, dass du nicht alle Bereiche über reguläre Suchanzeigen abdecken kannst, solltest du DSAs einmal testen.

Welche Anzeigenformate solltest du nutzen?

Da sie nach wie vor die besten Ergebnisse bringen, empfehlen wir dir größtenteils auf ETAs zu setzen. Dieser Aufbau hat sich bisher am ehesten bewährt:

  • Titel 1: Integriere einen Bezug zur Anzeigengruppe und verwende das Keyword, auf das deine Anzeigengruppe ausgerichtet ist.
  • Titel 2 & 3: Mixe hier am besten Vorteile für den Nutzer und deinen Call-To-Action.
  • Anzeigentexte: Hier kannst du Eigenschaften deines Produktes oder deiner Dienstleistung unterbringen. Was ist das Besondere und vor allem, wenn du es nicht schon im Titel untergebracht hast: Welche Probleme löst du?

Wenn du kaum Zeit für die monatliche Optimierungen hast, kannst du beide Anzeigentext-Variationen in nur eine ETA integrieren. Google sollte dann die erfolgreichere Kombination häufiger ausspielen, wenn wenig Platz zur Verfügung steht. Sei dir aber bewusst, dass du damit Kontrolle abgibst und nicht sehen kannst, welche Anzeigenvariante besser läuft.

Unsere Empfehlung: Wenn du dir Zeit für monatliche Optimierungen nehmen kannst, nutze die zur Verfügung stehenden Anzeigentexte aber zwei Erweiterte Textanzeigen pro Anzeigengruppe, damit du den Erfolg unterschiedlicher Zielgruppenansprachen testen und vergleichen kannst. Vergiss nicht hierfür in den Einstellungen die Anzeigenrotation auf „Nicht optimieren: Unbegrenzte Anzeigenrotation“ zu stellen.

 

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥