Google oder Bing Ads – Wo solltest du deine Anzeigen schalten?

6. Februar 2020
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Sicher gibt es viele Werbetreibende, die sich diese Frage gar nicht erst stellen, weil Google den Suchmaschinenmarkt in Deutschland und vielen anderen Ländern deutlich dominiert. Da ist es doch ganz klar, dass Werbemaßnahmen mit Google Ads ausreichen. Aber ist das wirklich so klar? Schließlich hat Bing nach wie vor einen stabilen Marktanteil von 12% auf Desktop/Laptop Geräten (Statista 2020). In Deutschland sind es sogar 23,6% (Microsoft 2020).

Lass uns in diesem Beitrag gemeinsam einen Blick auf den vermeintlich schwächeren Konkurrenten Bing Ads bzw. Microsoft Advertising werfen. Denn unter Umständen kannst du hier besonders mit kleineren Budgets größere Erfolge erzielen oder aber deine Reichweite mit minimalen Aufwand erhöhen.

Google vs. Bing – Reichweite vs. Preis-Leistungs-Verhältnis?

Der wohl größte Vorteil von Google liegt in der hohen Reichweite. Fast jeder nutzt die Suchmaschine täglich und du kannst dir sicher sein, dass du selbst bei Nischenthemen fast immer genug Traffic bekommen kannst, sofern du genügend Budget bereitstellen kannst. Bei Bing sieht das etwas anders aus. Auch wenn man möchte kann man hier die Anzeigenschaltungen erfolgreicher Kampagnen nicht immer mit Hilfe von höheren Budgets erhöhen, da die gesamte Reichweite einfach relativ schnell erschöpft ist. Und auch Nischenanbieter haben es zum Teil schwer mit Bing, weil es einfach zu wenig Suchanfragen gibt.

Der wohl größte Vorteil von Bing liegt hingegen in einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Da Bing Ads häufig vernachlässigt wird, gibt es dort bei weitem nicht so viel Konkurrenz, wie bei Google Ads. Das hat den großen Vorteil, das die Klickpreise (CPCs) geringer sind und du in der Regel insgesamt eine höhere Ausspielrate bei geringeren Kosten hast. Google hingegen ist für SEA meist die erste Anlaufstation, weshalb du davon ausgehen kannst, dass du bei so ziemlich jeder relevanten Suchanfrage eine hohe Wettbewerbsdichte hast. Das treibt die Klickpreise (CPCs) in die Höhe und je nach Keyword kann es schnell sehr teuer werden.

Entscheide für dich, was dir wichtiger ist. Wenn dein Werbebudget sehr knapp ist, könntest du zum Beispiel mit Bing starten und dann mit Google erweitern, sobald du mehr Reichweite benötigst. Ist es hingegen nicht ganz so knapp, empfehlen wir dir mit Google zu starten und deine erfolgreichsten Kampagnen in Bing Ads zu importieren.

Übrigens: Bist du im B2B-Bereich tätig, sollte Bing auf jeden Fall in deine SEA-Strategie einbezogen werden. Denn insbesondere in Unternehmen ist Windows immer noch häufig das Standardbetriebssystem, der Internet Explorer der Standardbrowser und damit auch Bing die Standardsuchmaschine.

Google Ads Kampagnen in Bing Ads importieren

Da Bing sehr wohl bewusst ist, dass sie in den meisten Fällen nur als Ergänzung zu Google Ads genutzt werden, machen sie es den Werbetreibenden sehr einfach Kampagnen von Google zu importieren. Hast auch du Google Kampagnen, die bereits erfolgreich sind? Importiere sie doch auch einmal in Bing und schau dir an, ob du dort ähnliche oder sogar bessere Kosten pro Conversion erzielen kannst.

Mit den folgenden einfachen Schritten kannst du entweder all deine Google Ads Kampagnen oder nur wenige ausgewählte auch bei Bing nutzen:

1. Im Microsoft Advertising Konto einloggen & Kampagnen importieren

Wenn du bereits ein Bing Konto hast, wähle einfach im Menü den Punkt Kampagnen importieren > Aus Google Ads importieren:

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Legst du dein Konto komplett neu an, wird dir die Option direkt sehr prominent in den ersten Schritten angeboten:

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2. Bei Google anmelden & Bing den Zugriff erlauben

Um den Import anzustoßen, musst du dich zunächst in deinem Google Ads Konto über Bing anmelden und Microsoft erlauben auf Google zuzugreifen und deine Kampagnen zu verwalten:

bing-google-import-anmeldung

3. Google Ads Konto auswählen, die zu importierende Kampagnen und Anzeigengruppen wählen & Optionen festlegen

Solltest du mehrere Konten zur Auswahl haben, wähle im nächsten Schritt das Google Ads Konto, aus dem du Kampagnen importieren möchtest.

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Wähle danach entweder alle oder nur bestimmte Kampagnen und Anzeigengruppen und bestimme die Importoptionen.

Unsere Empfehlung: Wirf auf jeden Fall einmal einen Blick auf die Optionen, die Bing hier ausblendet, denn auch dort verstecken sich einige sinnvolle Importoptionen.

bing-google-importoptionen

 

4. Importierte Daten prüfen & ggf. anpassen

Die meisten Elemente können ohne Probleme in Bing Ads importiert werden. Dennoch sind es zwei unterschiedliche Systeme und wir empfehlen dir stets noch einmal einen Blick auf die importierten Kampagnen zu werfen. Sind Gebote, Budgets und Einstellungen so, wie du sie dir für Bing Ads wünschst? Plane dir deshalb lieber in regelmäßigen Abständen manuelle statt automatisierte Importe ein. und natürlich darfst du deine Kampagnen nach dem Import auch bei Bing nicht völlig ohne Kontrolle laufen lassen. Führe auch nach dem ersten Import die gleichen Optimierungsmaßnahmen bei deinen Bing Kampagnen wie bei deinen Google Kampagnen durch.

 

Und nun viel Erfolg bei deinen Bing Ads! 🚀

 

Benötigst du Hilfe bei deiner SEA-Strategie oder deinen ersten Schritten mit Google oder Bing Ads? Vielleicht können wir dir behilflich sein. Buch dir gern ein kostenloses 30-minütiges Kennenlerngespräch und wir schauen uns gemeinsam deine aktuelle Herausforderung an und finden Möglichkeiten, wie du mit Online Marketing mehr Kunden erreichst.

 

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥

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