SEO Quick-Wins: Das kannst du jetzt für dein SEO tun!

19. April 2020
BmB_-Blog-Header-Facebook-Beitrasbild-8-1.png

Da wir uns nach wie vor in einer Ausnahmesituation befinden und das gesellschaftliche Leben weiterhin weitestgehend pausiert ist, haben wir ein paar SEO Quick-Wins für dich zusammengestellt, mit denen du genau jetzt in die Umsetzung gehen kannst. Jede einzelne dieser Maßnahmen wird dich deinem Ziel möglichst gut bei Google und Co. gerankt zu werden einen Schritt näher bringen. Und das Beste: Du brauchst keine Entwickler dafür und kannst alles ganz einfach und direkt selbst umsetzen.

Und da wir wissen, dass SEO gerade am Anfang etwas kompliziert sein kann, haben wir dir zusätzlich zu diesem Blogbeitrag ein komplettes SEO Quick-Win-Paket geschnürt: Bestehend aus einer Checkliste und Videoanleitung für jeden der einzelnen Schritte. Also worauf wartest du noch? Leg los und schnapp dir deinen SEO Quick-Win-Guide:

Und hier schon einmal ein leiner Vorgeschmack, was dich konkret erwartet und welche Quick Wins wir dir genauer vorstellen:

1. Crawle deine Website

Um dir einen Überblick zu verschaffen, solltest du deine Website zunächst möglichst vollständig crawlen. Dafür gibt es verschiedene Tools, die du zum Teil auch kostenfrei nutzen kannst. Wir nutzen in der Regel das Tool Screaming Frog, das dir in der kostenlosen Version das Crawlen von 500 Seiten erlaubt. Das sollte für die meisten von euch ausreichen. Aber auch wenn das nicht reichen sollte, ist das Tool zu einem relativ günstigen Jahres-Lizenzpreis zu haben und unserer Meinung nach allemal die Investition wert. Teste es aber am besten erst einmal kostenlos und entscheide danach, ob es sich für dich lohnt. Das Tool ist nur in Englisch verfügbar aber so einfach in seiner Grundfunktion, dass das kaum auffällt und auch ohne gute Sprachkenntnisse bedienbar ist. Außerdem haben wir ein komplettes Videotutorial für dich aufgenommen, in dem dich Katja durch das Tool führt und das wir dir per Mail zusenden, falls du dich für das SEO-Quick-Win-Paket einträgst.

Warum ist das wichtig?

Deine Website händisch Seite für Seite und Link für Link durchzugehen ist extrem mühselig und schon bei kleinen Seiten sehr zeitintensiv. Crawler nehmen dir diese Arbeit ab und in nur wenigen Minuten bekommst du einen kompletten Überblick über deine Website und verschiedene für SEO relevante Faktoren. Es ist also die Basis, um deine SEO Quick-Wins auch wirklich “quick”, also schnell, umsetzen zu können.

2. Prüfe und überarbeite deine Seitentitel

Hast du deine komplette Website gecrawlt, kann es mit dem ersten Quick-Win losgehen. Und zwar solltest du unbedingt erst einmal einen Blick auf die Title deiner Seiten werfen. Insbesondere in Hinblick auf die folgenden Fragen:

  • Beschreibt der Titel den Seiteninhalt gut und nachvollziehbar?
  • Animiert der Titel zum Klicken bzw. zeigt er, dass die Seite die entsprechende Suchanfrage des Nutzers beantwortet?
  • Wurde das Hauptkeyword der Seite (also wozu du ranken möchtest) integriert?
  • Gibt es zu lange Titel (über 55 Zeichen)?
  • Gibt es zu kurze Titel (unter 30 Zeichen)?
  • Gibt es doppelte Title auf Seiten, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen?
  • Fehlen Title auf Seiten, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen?

Warum ist das wichtig?

Der Seitentitel ist sowohl für deine Besucher als auch für Suchmaschinen relevant. Für deine Besucher in erster Linie, weil er als Überschrift deines Suchergebnisses fungiert:

Titel in den Suchmaschinen-Ergebnissen

Und Suchmaschinen hilft er dabei den Inhalt bzw. das Thema deiner Seite zu erfassen.
Mehr Informationen zum Seitentitel findest du in unserem Artikel SEO Content-Basics – Die wichtigsten Text-Elemente.

3. Prüfe und überarbeite deine Meta-Descriptions

Nachdem du den Titel geprüft hast, solltest du auch die Meta-Descriptions überprüfen. Hierfür kannst du ganz ähnliche Fragen zugrunde legen:

  • Beschreibt die Description den Seiteninhalt gut und nachvollziehbar und gibt sie zusätzlich zum Title weitere hilfreiche Informationen?
  • Animiert die Description zum Klicken bzw. zeigt sie, dass die Seite die entsprechende Suchanfrage des Nutzers beantwortet?
  • Habe ich passende Keywords der Seite (also wozu ich ranken möchte) integriert (z.B. Synonyme des Hauptkeywords, das schon im Title vorkommt)?
  • Gibt es zu lange Descriptions (über 155 Zeichen)?
  • Gibt es zu kurze Descriprions (unter 70 Zeichen)?
  • Gibt es doppelte Descriptions auf Seiten, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen?
  • Fehlen Descriptions auf Seiten, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen?

Warum ist das wichtig?

Wie der Title, ist auch die Meta-Description ein wichtiges Element auf den Suchergebnisseiten der Suchmaschinen. Sie bietet noch einmal eine kurze Beschreibung der Seite.

Meta-Description in den Suchmaschinen-Ergebnissen

Besuchern hilft sie also dabei zu erkennen, ob deine Seite wirklich relevant für sie ist und Suchmaschinen nimmst du damit die Arbeit ab, eine eigene Description auf Basis des Seiteninhalts zu erstellen, die in der Regel nicht sehr attraktiv ist.
Mehr Informationen zum Seitentitel findest du in unserem Artikel SEO Content-Basics – Die wichtigsten Text-Elemente.

Hast du deine Title & Descriptions optimiert?

Sehr gut! Feier dich dafür. Dann steht deine Website aus SEO-Sicht schon besser da als viele andere. Und je nachdem wie viele Seiten du hast, war das sicher auch ein ganzes Stück Arbeit. Wir hoffen du hast noch ein wenig Zeit & Energie übrig. Denn dann empfehlen wir dir auch noch diese beiden Schritte:

4. Prüfe und korrigiere verlinkte Fehlerseiten / 404-Seiten

Gerade wenn deine Website schon eine Weile existiert, solltest du regelmäßig einen Blick auf die Fehlerseiten werfen, auf die du innerhalb deiner Website verlinkst. Denn Fehlerseiten lassen sich eigentlich gar nicht komplett verhindern. Selbst wenn du intern alles richtig machst und dort gar keine Fehlerseiten produzierst, wirst du hin und wieder auf externe Seiten verlinken, die irgendwann entfernt wurden. Schau dir deshalb hin und wieder an welche Links zu Fehlerseiten führen und korrigiere oder entferne sie.

Für deine internen Fehlerseiten gilt außerdem: Wenn es eine neue Seite gibt, die die aktuelle Fehlerseite abgelöst hat, kannst auch direkt eine 301 Weiterleitung einrichten lassen. Damit gibst du Suchmaschinen den Hinweis, dass die Fehlerseite nicht wiederkommen wird und stattdessen die neue Seite in den Index aufgenommen werden soll.

Warum ist das wichtig?

Fehlerseiten sind in erster Linie für deine Besucher äußerst ärgerlich. Das kennst du vermutlich auch von dir selbst. Du liest einen Artikel auf einer Website, klickst innerhalb des Artikels auf einen Link und dann ist da nichts außer einer frustrierenden 404-Meldung. Das ist nicht gerade eine tolle Nutzererfahrung. Aber genau die sollte für dich immer im Fokus stehen. Schließlich möchtest du sicher, dass jeder Besuch deiner Website bei deiner Zielgruppe ein gutes Gefühl hervorruft und dieses auch auf deine Brand transferiert.
Aber auch Suchmaschinen werden es dir danken, wenn du ihre Crawler nicht in unnötige Sackgassen, also quasi tote Links, führst. So nutzt du die begrenzte Crawlingzeit so effizient wie möglich und stellst sicher, dass die tatsächlich relevanten und existierenden Seiten gecrawlt werden.

Und indem du Fehlerseiten weiterleitest, stellst du sicher, dass eventuell bereits vorhandene Link- und Rankingpower auf die neue Seite übergeben werden und nicht verloren gehen.

5. Prüfe und korrigiere intern verlinkte weitergeleitete URLs

Auch interne Links zu Seiten, die weitergeleitet werden sind nichts ungewöhnliches aber auch sie sollten, wenn möglich vermieden werden. Schau dir deshalb an, welche Links auf deiner Website zu URLs führen, die zu einer anderen URL weitergeleitet werden und korrigiere sie wenn möglich.

Und wenn du gerade sowieso schon einen Blick auf die Weiterleitungen wirfst, prüfe, ob es sich bei den Weiterleitungen deiner eigenen Seiten um überwiegend 301-Weiterleitungen handelt. Ist das nämlich nicht der Fall, solltest du auf diese Weiterleitungsart umstellen (lassen), sofern der Umzug der URL auch endgültig ist, also die alte URL auch nicht wieder reaktiviert werden soll.

Warum ist das wichtig?

So lang du regelmäßig deine internen Links korrigierst und darauf achtest nicht auf weitergeleitete URLs zu verweisen, umso unwahrscheinlicher ist es, dass du über die Zeit sogenannte Weiterleitungsketten kreierst. Dabei verweist eine alte URL A nicht einfach auf eine neue URL B sondern B verweist weiter auf C, C wiederum auf D usw. Wie du dir vorstellen kannst verlangsamen die Weiterleitungen zum einen die Ladezeit der verlinkten Seite. Außerdem hören Suchmaschinen irgendwann auf den Weiterleitungen zu folgen, wenn es zu viele werden und auch das gilt es zu vermeiden. Schließlich setzt du ja interne Links, damit alle deine Seiten von Suchmaschinen gefunden werden können.

301 Weiterleitungen sind für permanente Weiterleitungen empfohlen und werden von Suchmaschinen auch so interpretiert. Das bedeutet, dass die URL in der Form höchstwahrscheinlich nicht zurückkehrt und Suchmaschinen die Ranking- und Linkpower dieser Seite der neuen Seite, also dem Weiterleitungsziel, gutschreiben. 

Alles erledigt?

Herzlichen Glückwunsch! Du hast ein paar kleine Änderungen gemacht und deine Website steht schon deutlich besser da, wenn es um Suchmaschinenoptimierung aber auch die Nutzererfahrung geht. Sei stolz auf dich! Und vergiss nicht, wir haben eine praktische Checkliste und ausführliche Videoanleitug für dich, falls du etwas Hilfe benötigst. Im Video zeigen wir dir auch noch andere SEO Content-Elemente, die du optimieren kannst. Trag dich dafür einfach mit deiner Mailadresse im Formular am Anfang der Seite oder hier ein und schon bekommst du alles in deinen Email-Posteingang geliefert!

Happy Optimizing!

Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥