Seite, Gruppe oder beides? Facebook-Profile in der Übersicht

7. Juni 2020
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Immer wieder spüren wir eine gewisse Unsicherheit bei GründerInnen, die gerade dabei sind Facebook das erste Mal nicht nur privat zu nutzen, sondern auch für ihr Business. Schnell kommen dann Fragen wie:

  • Kann ich das nicht auch ganz einfach mit meinem bereits vorhandenen Privatprofil machen?
  • Was ist der Unterschied zwischen dem Privat- und Unternehmensprofil?
  • Brauche ich eine Gruppe oder reicht meine Unternehmensseite?
  • uvm.

Und tatsächlich können einen die ganzen unterschiedlichen Möglichkeiten und der Wille alles richtig zu machen schon einmal einiges an Zeit und Nerven kosten. Und damit dir genau das nicht passiert, gibt es hier einmal eine grundsätzliche Übersicht für dich über die drei Profil-Optionen, die dir zur Verfügung stehen. Und für die ganz Ungeduldigen: Wenn ihr zum Ende des Artikels scrollt, findet ihr unsere Empfehlung für dich als GründerIn. 😉

1. Das private Facebook-Profil

Das reguläre Facebook Profil ist nur für eine private Person gedacht und von dieser einen Person wird es auch auch verwaltet. Das bedeutet, dass keine erweiterten Nutzerverwaltungen möglich sind, also nur du darfst posten. Zudem darfst du laut den Richtlinien dein privates Profil auch nicht für wirtschaftliche Zwecke nutzen.

Oft wird das private Profil für’s Netzwerken genutzt, denn in manchen Gruppen darf man nur mit einem Privatprofil posten. Bedenke hierbei allerdings, dass es ein Limit an Kontakten gibt, aktuell liegt das bei 5.000. Aber ich schätze, das reicht für die meisten von uns aus.

Du kannst dein privates Profil jederzeit in ein Unternehmensprofil überführen, was bedeutet, dass du auf jeden Fall erst einmal damit starten kannst. Allerdings empfehlen wir dir, wenn du schon weißt, dass du dein Profil beruflich nutzen wirst, direkt mit einem Unternehmensprofil an den Start zu gehen. Damit hast du nämlich von Beginn an deutlich mehr Möglichkeiten dein Unternehmen darzustellen und auch andere Posting-Optionen auf die wir später noch eingehen.

Unsere Empfehlung: Das bedeutet jedoch nicht, dass du auf deinem privaten Profil nicht auf dein Business aufmerksam machen solltest. Wähle zum Beispiel ein zu deinem Unternehmen passendes Titelbild und passe die Beschreibung so an, dass jeder, der auf deinem Profil landet auch direkt weiß, was du tust. Das hat einen starken Einfluss auf den Erfolg deiner Networking Bemühungen.

Nutze dein Privatprofil für berufliches Netzwerken

In deinem privaten Profil stehen dir folgende Beitragsoptionen zur Verfügung: Text-/ Bild-/Link- oder Video-Posts. Ein Vorausplanen dieser Beiträge ist leider nicht möglich genau wie eine Auswertung, was Reichweite, Interaktionsraten usw. angeht.

Dafür eignet sich das nächste Profil allerdings hervorragend. Das sogenannte Unternehmensprofil:

2. Die Facebook-Seite bzw. das Unternehmensprofil für dein Business

Eine Facebook-Seite, auch als Unternehmensprofil bekannt, kannst du ganz klassisch als Unternehmensseite nutzen. Es eignet sich aber auch für Einzelpersonen, sofern du selbst deine Marke bist (z.B. als Coach) und deinen Auftritt beruflich nutzen möchtest.

Facebook Unternehmensseite Boost my Buisness

Da die Seiten für eine wirtschaftliche Nutzung gedacht sind, hast du natürlich viel mehr Möglichkeiten, deine Inhalte an deine potenziellen Kunden auszuspielen und zu steuern. Angefangen damit, dass mehrere Personen die Seite verwalten können, bis hin zu erweiterten Beitragsoptionen. Denn neben Text-, Bild-, Link-, Video- oder GIF-Posts kannst du zusätzlich auch Umfragen und Events erstellen.
Und das beste: Du kannst die Performance (Reichweite, Interaktionen, Videoviews etc.) super auswerten. Außerdem kannst du deine Beiträge vorplanen. Das erleichtert dir die Arbeit ungemein, da du einfach besser vorarbeiten kannst.

Unsere Empfehlung: Das Facebook Creator Studio ist ein tolles kostenloses Tool, mit dem du deine Posts ganz einfach vorplanen kannst. Das spart Zeit und Nerven. Außerdem kannst du damit auch deine Instagram-Beiträge vorplanen und sogar ganz einfach kopieren. Natürlich nur, wenn du neben deiner Facebook-Seite auch ein Business-Instagram-Profil hast.

Stelle von Anfang an schon bestimmte Informationen über dein Unternehmen bereit, denn das wirkt sich, ebenso wie Kategorien deines Business’, positiv aus.
Im Gegensatz zu einem privaten Profil haben die Nutzer auf einer Seite die Möglichkeit “Gefällt mir” oder “Abonnieren” zu klicken, statt sich mit dir zu befreunden. So entsteht dann eine Verbindung der User zu deiner Seite, sodass deine Beiträge dann in dessen Newsfeed erscheinen können.

Noch mehr Tipps gefällig? Lies unbedingt unseren Artikel “Tipps & Tricks für deine Facebook-Unternehmensseite”!

3. Facebook-Gruppen

Facebook-Gruppen sind dazu da, um tiefer in ein Thema einzusteigen und sich mit Leuten, die das gleiche Interesse haben, zu verbinden. Austausch und Netzwerken ist in Gruppen das übergeordnete Ziel und funktionieren hier auch prinzipiell besser als auf deiner Unternehmensseite. Außerdem haben Gruppen einen gewissen Reichweitenvorteil, da Facebook von einem größeren Interesse ausgeht. Das bedeutet, die Posts der Gruppe werden einfach häufiger in den Newsfeed deiner Kunden angezeigt als die Posts deiner Unternehmensseite. Das kann ganz klar ein strategischer Vorteil für dich sein.

Facebook Gruppe boost-my-business

Neben offenen, gibt es auch geschlossene Gruppen, bei denen es einen geschützten Raum für einen Austausch gibt. In der Regel trauen sich die Mitglieder in einer Gruppe oft mehr zu interagieren, was dir die Möglichkeit gibt deine Zielgruppe näher kennenzulernen und wertvolles Feedback zu bekommen. Wir machen unsere Live-Videos zum Beispiel nur in unserer geschlossenen Boost my Business Community Gruppe und nicht auf unserer Facebook-Seite, weil wir da einfach eine höhere Interaktionsrate haben und das Ganze nur mit Leuten geteilt wird, die wir aktiv zugelassen haben.

Auch wenn es eine geschlossene Gruppe ist, werden Gruppen-Posts ganz normal im Newsfeed der Nutzer dargestellt, der mit dieser Gruppe verbunden ist. Also keine Angst, dass das die Reichweite einschränken könnte.

Gruppen sind etwas anders und dezimierter als Facebook-Seiten aufgebaut: Es gibt zwar eine Mitgliederbeschreibung aber kein Profilbild, wobei dafür das Headerbild etwas größer ist und somit Raum für deine Botschaften gibt.

Die Insights, also die Statistiken von Gruppen sind sind zwar auch vorhanden, allerdings leider nicht so ausführlich wie auf der Seite. So kannst du zum Beispiel keine View-Statistiken zu deinen Videos sehen, was super schade ist.

Unsere Facebook-Profil-Empfehlung für dich als GründerIn

Leg dir neben deinem privaten Profil von Beginn an eine Facebook-Seite für dein Business an, damit dein Angebot sowie deine Produkte und Services bestmöglich präsentieren kannst und gefunden wirst. Das klappt nämlich mit deinem privaten Profil nicht so gut. Deine Unternehmensseite ist dann die Basis, um Reichweite aufzubauen und in Kontakt mit deinen Kunden zu kommen.

Überlege außerdem darüber hinaus, ob eine Gruppe als Ergänzung zu deiner Unternehmensseite sinnvoll sein könnte. Das hängt aber ganz von deinem Geschäftsmodell und den Zielen ab, die du mit Facebook verfolgst. Wenn beispielsweise dein primäres Ziel bei Facebook der Vertrauensaufbau ist (z.B. bei den Dienstleistern unter euch), sind Gruppen eine tolle Möglichkeit seine Expertise zu zeigen und eine treue Fan-Community aufzubauen, die dir auch regelmäßig zahlende Kunden beschert.

 

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥