So schreibst du Anzeigentexte für Google Ads, die funktionieren!

18. Februar 2020
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… und übrigens auch bei Bing Ads 😉

In der Suchmaschinenwerbung steht und fällt dein Erfolg mit deinen Anzeigentexten, die zusammen mit deinen eingebuchten Keywords, Anzeigenerweiterungen sowie deiner Landingpage (also der Zielseite auf deiner Website) ein perfekt aufeinander abgestimmtes Team sein sollten. Denn sie sind es am Ende, die die Suchenden dazu animieren auf deine Anzeige zu klicken und damit zu deiner Website zu gelangen.

Die Textanzeigenformate von Google

Google stellt dir für deine klassischen Kampagnen im Suchnetzwerk neben den klassischen Textanzeigen – die übrigens auch erweiterte Textanzeigen (ETA’s) genannt werden – responsive und dynamische Textanzeigen zur Verfügung.
Hier findest du mehr informationen zu den Anzeigenvariationen: ETA, RSA, DSA – Googles Textanzeigenformate. In diesem Artikel konzentrieren wir uns allerdings auf die Optimierung deiner klassischen Textanzeigen, da diese unserer Erfahrung nach für die Kampagnen in der Google oder Bing Suche nach wie vor die besten Ergebnisse erzielen.

Die klassischen Google Textanzeigen

textanzeige Google

Seit 2018 hast du die Möglichkeit für jede deiner Textanzeigen Folgendes zu hinterlegen:

  • 3 Anzeigentitel à 30 Zeichen
  • 2 URL-Pfade à 15 Zeichen
  • 2 Textzeilen à 90 Zeichen

Man könnte meinen, dass das schon relativ viel Platz für deine Werbebotschaft ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass uns früher nur eine Überschrift mit 25 Zeichen und zwei Textzeilen à 35 Zeichen zur Verfügung standen. Ist es eigentlich auch.

Wäre da nicht ein großes ABER: Denn Google spielt nicht immer alle Anzeigentextelemente aus. Stattdessen entscheidet Google spontan selbst, was bei welcher Suchanfrage angezeigt wird. Und wird zum Beispiel mit einem Mobilgerät gesucht, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der zweite Anzeigentext und auch die dritte Überschrift wegfallen.

Unsere Empfehlung: Stelle aus diesem Grund unbedingt sicher, dass alle Elemente auch alleinstehend Sinn machen, nicht zwangsläufig aufeinander aufbauen und die wichtigsten Elemente auf jeden Fall in den ersten beiden Anzeigentiteln und der ersten Textzeile vorkommen.

Die 4 wichtigsten Elemente deiner SEA-Textanzeige

Lass uns nun im Detail anschauen was genau diese wichtigsten Elemente sind, die du in deine Textanzeige integrieren solltest:

#1 – Keywords

Die Nutzer von Google suchen selbstverständlich Ergebnisse, die perfekt zu ihrer Suchanfrage passen. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass du nicht zu viele unterschiedliche Keywords in deine Anzeigengruppe einbuchst. Denn nur so kannst du sicherstellen, dass das gesuchte Keyword in der Anzeige wieder auftaucht und sie damit auch wirklich optimal zur Suchanfrage passt.

Solltest du nicht ausschließlich Anzeigengruppen mit einem exakten Keyword (lies im Artikel Keywordoptionen bei Google Ads – Welche solltest du nutzen? gern nochmal nach, was es damit auf sich hat) nutzen, kannst du auch einen Keyword-Platzhalter – auch Dynamic Keyword Insertion (DKI) genannt – nutzen. In diesem Fall wird Google das Keyword einfügen, das zur Anzeigenschaltung geführt hat, sofern es die Längenvorgaben nicht überschreitet. Ist das Keyword zu lang für den zur Verfügung stehenden Platz, wird ein Standard-Keyword ausgespielt, dass du selbst festlegst.

In diesem Beispiel würde “Ersatz Keyword” ausgespielt werden:

{KeyWord:Ersatz Keyword}

automatische-keyword-insertion-google

Je nachdem wie du {Keyword: schreibst, regelst du die Groß- und Kleinschreibung, die du aber im Google Ads Interface einfach durch die Auswahl der passenden Option bestimmen kannst. Folgende Optionen gibt es:

  • {Keyword:… – Erster Buchstabe der Suchanfrage wird groß geschrieben
  • {KeyWord:… – Erster Buchstabe jedes Worts der Suchanfrage wird groß geschrieben
  • {keyword:… – Alles wird klein geschrieben

Hinweis: Es werden nicht die genauen Suchanfragen deiner Nutzer für die dynamische Keyword-Insertion genutzt, sondern das Keyword, dass du selbst eingebucht hast und das zur Anzeigenschaltung führte. Achte also darauf, dass deine eingebuchten Keywords auch für diesen Fall funktionieren und nicht so aneinander gereiht sind, dass am Ende ein nicht lesbarer oder gramatikalisch inkorrekter Text dabei herauskommt.

#2 – Vorteile

Neben dem Aufgreifen der passenden Keywords in deinen Anzeigentexten, ist es auch besonders wichtig, dass du deinen potenziellen Kunden die Vorzüge von dir und deinem Angebot klar machst. Also, dass du die Alleinstellungsmerkmale – auch USPs genannt – heraus stellst.

Hier sind einige Fragen, die du dir im Vorfeld selbst beantworten solltest und deren Antworten du im Anschluss in deine Anzeigentexte integrieren kannst:

  • Welches Problem löst du?
  • Wie sieht eine Lösung aus?
  • Warum sollte der Kunde genau jetzt auf deine Anzeige klicken?
  • Was unterscheidet dich von deinen Wettbewerbern?
  • Was bietest du?
  • Wie wird sich der Kunde fühlen, nachdem er dein Angebot in Anspruch genommen hat?
  • Erfüllt dein Angebot ein bestimmtes Bedürfnis oder kannst du ein solches adressieren?

Unsere Empfehlung: Wenn du es nicht sowieso schon im Rahmen deiner Online Marketing Strategie gemacht hast, nimm dir unbedingt noch einmal etwas länger Zeit zu definieren warum es dein Business und deine Angebote gibt, welche Probleme du löst und für wen das alles relevant ist. Hast du in diesen Dingen Klarheit, kannst du sie ohne Probleme auch kurz und und knapp in deinen Textanzeigen kommunizieren.

#3 – Features

Je nach Produkt und Suchanfrage kann es hin und wieder auch Sinn machen Features deines Produkts oder deiner Dienstleistung zu nennen. Also ganz klassisch: Was macht das Produkt / Angebot aus? Hierzu gehören auch Preise und klassische Produkteigenschaften, wie zum Beispiel Speicherplatz beim Smartphone.

Unsere Empfehlung: Wenn zu wenig Platz zur Verfügung steht oder du einfach nicht sicher bist, dass die Features wirklich ausschlaggebend für den Klick auf die Anzeige bzw. den Kauf sind, empfehlen wir dir unterschiedliche Varianten gegeneinander zu testen und im Zweifelsfall eher auf die Vorteilskommunikation als auf die Featurekommunikation zu setzen, da ersteres aktivierender und in der Regel überzeugender für die Suchenden ist.

#4 – Call-To-Action

Damit du nicht unnötig für Klicks bezahlst, die am Ende auf deiner Website nicht die gewünschte Aktion durchführen, solltest du dir vor Kampagnen- und Anzeigenerstellung bereits klar darüber sein, was du mit deinen Bing oder Google Ads erreichen möchtest. Möchtest du, dass etwas direkt gekauft wird oder möchtest du, dass eine Kontaktanfrage gestellt wird? Wenn du das nämlich weißt, kannst du sicherstellen, dass du die Landingpage auf genau auf die Durchführung dieser Aktion optimierst. Und integrierst du diese Handlungsaufforderung – auch Call-To-Action (CTA) genannt – dann auch noch in deine Textanzeige, stellst du sicher, dass die Suchenden genau wissen, was sie auf der Zielseite erwartet und können für sich entscheiden, ob sie in dem Fall wirklich auf die Anzeige klicken wollen. Damit sparst du dir unnötige Klicks von Personen, die die Aktion sowieso nicht durchführen möchten, und schonst dein Budget. Schließlich rechnet Google pro Klick, also nach CPC, ab.

Zusätzliche Anzeigentext-Funktionen von Google

Wenn du sicher stellst, dass du die 4 wichtigsten Elemente in deine Anzeigentexte integrierst, machst du schon einmal mehr richtig als die meisten, die mit Google Ads Anzeigen schalten. Dennoch möchten wir dir hier auch noch zwei relativ selten genutzte aber durchaus sinnvolle Anzeigentext-Funktionen, neben der bereits besprochenen Dynamischen Keyword Insertion vorstellen:

Die Countdown-Funktion

Mit der Countdown-Funktion kannst du ganz wunderbar das Prinzip der Verknappung für dich nutzen. Sie hilft dir zeitlich begrenzte Angebote in deinen Anzeigentexten zu kommunizieren, indem sie automatisch für dich die Tage herunter zählt:

countdown-funktion-google

countdown-funktion-google

Die IF-Funktion

Mit der IF-Funktion kannst du deine Anzeigentexte für unterschiedliche Situationen modifizieren. Und diese Situationen sind zum einen das Gerät, dass bei der Suche genutzt wird oder ein hinterlegte Remarketing-Zielgruppe.
So kannst du zum Beispiel Nutzern, die gerade mit dem Handy suchen einen anderen Text anzeigen lassen als Nutzern, die am PC suchen:

if-funktion-google

Oder du erstellst unterschiedliche Texte für Personen, denen deine Website völlig fremd ist und Personen, die schon einmal zuvor deine Website besucht haben.

Auch bei großartigen Anzeigentexten: Erweiterungen nicht vergessen!

Du hast nun großartige Anzeigentexte erstellt und bist bereit zu testen, ob sie wirklich so gut funktionieren? Super! Aber prüfe bitte noch schnell, ob du auch alle für dich relevanten Anzeigenerweiterungen nutzt und aktiviert hast. Anzeigenerweiterungen sind nämlich Zusatzinformationen zu deiner regulären Textanzeige und verschaffen dir noch einmal deutlich mehr Aufmerksamkeit in den Suchergebnisse. Außerdem beeinflussen sie deinen Anzeigenrang und Qualitätsfaktor positiv, was insgesamt zu einer besseren Performance und geringeren Kosten führt.

Hier eine Übersicht der aktuell verfügbaren Anzeigenerweiterungen:

  • Sitelinks: Kreiere weitere kürzere Textanzeigen, die unter deiner Textanzeige angezeigt werden und auf andere, ergänzende Seiten deines Webauftritts verweisen.
  • Erweiterungen mit Zusatzinformationen: Die sogenannten Call-Outs geben dir Platz für einige kurze und knappe Alleinstellungsmerkmale (USPs).
  • Snippet-Erweiterung: Wenn du ein konkretes Produkt oder eine konkrete Dienstleistung anbietest, kannst du mit Snippets eventuell ergänzende Informationen hinterlegen.
  • Anruferweiterung: Deine Kunden können oder sollen dich auch telefonisch kontaktieren? Hiermit kannst du deiner Anzeige eine Telefonnummer hinzufügen, die dann insbesondere bei mobilen Suchanfragen angezeigt wird und direkt wählbar ist.
  • Lead-Formularerweiterung (noch in der BETA-Phase): Möchtest du, dass deine Kunden über ein Kontaktformular Kontakt zu dir aufnehmen? Dann schau dir die Lead-Formularerweiterung einmal genauer an. Hiermit kann dein Kunde direkt auf der Google Suche das Kontaktformular ausfüllen und an dich senden ohne den “Umweg” über deine Website gehen zu müssen.
  • SMS-Erweiterung: Auch die SMS Erweiterung kann einmal ausprobiert werden. Kunden könnten sie zum Beispiel nutzen, um schnell und einfach mobil einen Katalog oder Rückruf anzufordern.
  • Standorterweiterung: Verknüpfe Google Ads mit deinem Google my Business Konto und zeige Kunden (v.a. denen in deiner Nähe) deine Adresse an. Natürlich nur, wenn du auch gern Kundenbesuche möchtest.
  • Affiliate-Standorterweiterung: Hast du Vertriebspartner im Einzelhandel bei denen deine Produkte im Laden gekauft werden können? Dann binde die entsprechende Kette über die Affiliate-Standorterweiterung ein.
  • Preiserweiterungen: Hiermit kannst du Preise von einzelnen Produkten oder Dienstleistungen integrieren und bewerben.
  • App-Erweiterung: Sie führt den Nutzer direkt zum App-Store, damit deine App heruntergeladen werden kann.
  • Angebotserweiterung: Hast du hin und wieder spezielle Angebote oder Rabatte für deine Kunden? Binde sie über die Angebotserweiterung ein und bewirb sie!

Mehr Informationen findest du in unserem Artikel: Anzeigenerweiterungen bei Google Ads – Welche brauchst du?

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Google Ads Kampagnen.

 

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Jennifer Ochainski

Seit über 10 Jahren bin ich nun im Online-Marketing tätig. Mit wechselnden Schwerpunkten in SEO, SEA, Affiliate, Display, Social Media, E-Mail, Amazon etc. was mir breites Expertenwissen eingebracht hat, welches ich liebend gern mit euch in unserem Blog und wöchentlichen Newsletter teile. ♥

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